Einst standen drei Drescher bei einem Bauern in Leobendorf im Taglohne.
Während ihrer Arbeit sprachen sie täglich von dem nächtlichen Spuk im Bereich der Ruine und von einem Schatze, der sich dort befände.
Weil sie recht arme Teufel waren, wollten sie ihr Glück versuchen. Einmal um Mitternacht bei Vollmondschein stiegen sie den Berg hinan. Glücklich und ohne Hindernis kamen sie bei der Ruine an. Während sie zusammen den Burghof entlanggingen, nahmen sie einen Kellerraum wahr, den sie vorsichtig und etwas ängstlich betraten. In dem vom Mondlicht beschienenen Raume bemerkten sie drei Bottiche und glaubten, in ihnen verborgene Schätze gefunden zu haben. Als sie die Fässer näher untersuchten, stellte sich heraus, dass sie mit Kohlen gefüllt waren. Missmutig wandten sich die Männer dem Ausgange zu.
Nur einer steckte des Spaßes halber einige Kohlenstücke zu sich.
Wie staunte er aber, als er am Morgen statt der Kohlen reines Gold aus der Tasche zog. Gleich am nächsten Abend wollte er wieder hinauf zur Ruine um mehr Schätze zu holen.
Als er im Burghof stand, konnte er weder den Keller noch die Bottiche finden.
Unverrichteter Dinge musste er den Heimweg antreten.