Die Schwurhände

Eine alte Überlieferung erzählt, dass die „Schwurhände“ an einen Eid erinnern, den die Rückersdorfer den Harmannsdorfern geschworen haben, ihnen beim Bau und der Erhaltung der Kirche beizustehen.

Es gibt 2 Reliefs mit schwörenden Händen: eines in der Kirche und zwar als Schlussstein von einem gotischen Kreuzrippengewölbe oberhalb des Altarraumes, das zweite an der nordseitigen Außenmauer der Kirche. Sie und sind das Werk eines kunstsinnigen Steinmetzen.

 Beide Bildnisse zeigen eine auf einem Kreuz liegende Hand, deren Finger zum Schwure gestreckt sind. In den Schwurhänden könnte man das Bekenntnis zum Kreuze sehen, keinen Eid, sondern ein Treuegelöbnis.

 Die Sage berichtet:

 Im 15. Jahrhundert siedelten sich die Bewohner von Wielensdorf, das im Rohrwald gelegen war und vom Feinde zerstört wurde, in Rückersdorf an. Durch diese Vermehrung der Bevölkerung wurde die Kirche zu klein. Sie musste vergrößert werden. Da die Harmannsdorfer den Zubau aus eigenen Mitteln nicht durchzuführen vermochten, sollen die Bewohner der Gemeinde Rückersdorf – diese Gemeinde war größer als Harmannsdorf – den Schwur geleistet haben, das Werk zu vollenden. An das eingelöste Versprechen erinnert noch heute diese Schwurhand.

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